18.01.2019

StM Waterjet und Bystronic bündeln Kräfte

Die neue strategische Partnerschaft sieht eine Arbeitsteilung zwischen Service und Produktion vor und strebt mit aggregiertem Know-how die Marktführerschaft in Europa an.

Der österreichische Wasserstrahl-Spezialist StM hat zum 1. September die alleinigen Produktionsrechte an BYSTRONIC-Wasserstrahl-Schneidanlagen erworben. Zu diesem Zweck hat der StM-Konzern im schweizerischen Appenzell neben den Standorten in Schweinfurt/Deutschland  und Eben/Österreich die neue Tochtergesellschaft StM SWISS AG gegründet. Dieser Schritt markiert den Beginn einer strategischen Partnerschaft, bei der StM das Neugeschäft sowie das Tuning von Bestandsanlagen obliegt. BYSTRONIC verantwortet weiterhin den Kundenservice und die Bereitstellung der Ersatzteile für Bestandsanlagen. Im Bereich Forschung und Entwicklung will StM die Anlagenkonfiguration vor allem in punkto Software und Komponenten so weit wie möglich markenübergreifend kompatibel gestalten. Die StM Wasserstrahl-Software „SmartCut“ ist bereits mit dem Datenformat der BYSTRONIC-Software kompatibel. Langfristig ist zusätzlich die Entwicklung einer High End-Anlagenserie angedacht, die die konstruktiven Vorzüge beider Marken vereint. Bis dahin finden BYSTRONIC-Kunden im StM-Modell „PremiumCut“ eine leistungsfähige Alternative zur BYSTRONIC „ByJet“, die Interessenten obendrein entscheidende Vorteile bietet: Diese Anlage ist zusätzlich wahlweise für den 2D- oder 3D-Betrieb und damit mit TAC- sowie 3D-Schneidköpfen ausrüstbar. Auch insgesamt bietet das StM-Modulsystem nahezu grenzenlose Möglichkeiten, die Anlagenkonfiguration an individuelle Anforderungen anzupassen oder umzurüsten. Außerdem eröffnet  sich durch die neue Partnerschaft die Option, BYSTRONIC-Bestandsanlagen mit der neuen „StM Jet“ Hochdruckpumpe auf mehr Effizienz und höheren Bedienkomfort zu trimmen. Zu diesem Zweck will StM bis Mitte 2019 eine Tuning-Aktion mit Sonderkonditionen für BYSTRONIC-Kunden starten. Vom Neugeschäft abgesehen, hat das Venture für Mitarbeiter und Kunden so gut wie keine Auswirkungen, denn es soll weder Personal abgebaut noch migriert werden. „Dieser Schulterschluss macht das Arbeiten für alle Beteiligten attraktiver.“ konstatiert Jürgen Moser, geschäftsführender Inhaber der StM Stein Moser GmbH, „Vor allem Anwender profitieren von doppelter Service-Power, gestärkter Infrastruktur, einem Plus an Know-how und einem breiteren Sortiment.“. Weitere Infos auf www.stm.at.

Die Namensrechte für BYSTRONIC-Wasserstrahlsysteme verbleiben bei der BYSTRONIC AG, ebenso der komplette Kundenservice, d.h. alle Betreiber von BYSTRONIC-Wasserstrahl-Schneidanlagen weltweit können weiterhin auf den bewährten Workflow vertrauen und erhalten bis auf Weiteres Ersatzteile für alle Anlagen, die nach 2000 gebaut wurden. Gleichzeitig profitieren sie vom Fullservice-Portfolio des StM Konzerns, der BYSTRONIC-Kunden ab sofort wie Stammkunden behandelt. Dies beginnt bei der Beratung durch spezialisierte Wasserstrahl-Applikationsingenieure, geht über Vorzugskonditionen beim Kauf von StM Wasserstrahl-Schneidanlagen und -Komponenten bis hin zum Kundenservice für Anwender, die beide Systeme einsetzen. Zusätzlich soll schnellstmöglich gewährleistet werden, dass das Bystronic „BySoft“ CAD/CAM-System auch in StM-Anlagen und die StM „SmartCut“-Software umgekehrt in BYSTRONIC-Anlagen integriert werden kann. Obendrein wird StM Waterjet am Standort Eben die Voraussetzungen für die Produktion des Modells „BYSTRONIC ByJet Flex“ schaffen. Im zweiten Schritt soll das Sortiment um eine neue Modellreihe ergänzt werden, die die Vorzüge beider Systeme vereint. Dabei können BYSTRONIC-Anwender über die gewohnten Leistungsmerkmale hinaus in den Bereichen Individualisierung, Micro-Cutting und Winkelfehler-Ausgleich (TAC) von StM-Know-how profitieren.

„Wir sind stolz darauf, dass wir für uns